Aktien und Börse

Eine Börse ist ein Marktplatz, der mit Wertpapierehttp://aktien-weltweit.de/wp-admin/post.php?post=2&action=editn wie Anleihen und Aktien, Devisen oder bestimmten Waren handelt. Bei den Waren handelt es sich meist um Metalle oder andere Rohstoffe.

Die Börse vereint Angebot und Nachfrage und vermittelt Verkäufer und Kaufinteressent durch Makler. Gleichzeitig legt die Börse die Preise fest. Die Kurse und Preise der Objekte werden ständig aktualisiert und richten sich nach Angebot und Nachfrage. Die Vorteile einer Börse sind die beaufsichtigte Preisbildung, die gesteigerte Markttransparenz, die Steigerung der Effizienz und der Marktliquidität sowie die Verringerung von Transaktionskosten. Auch dient sie dem Schutz vor Manipulation. Der Börsenhandel wird durch staatliche Aufsichtsämter kontrolliert. Ein „Market Identifier Code“ macht es möglich, jede dieser Handelsplattformen zu identifizieren.

Der Begriff „Börse“ stammt tatsächlich von dem Begriff von „Ledertasche“, oder „Geldsäckchen“ ab. Die Börsen werden unterteilt in Warenbörsen, Terminbörsen, Wertpapierbörsen (auch Aktienbörsen genannt) und Devisenbörsen. Auch gibt es Dienstleistungsbörsen für Geschäfte wie den Versicherungsbereich oder auch Schifffahrtsbörsen.

Der Ursprung liegt in den Warenbörsen, welche zunächst vor allem landwirtschaftliche Erzeugnisse handelten. Später entstanden daraus spezielle Produktbörsen, die sich beispielsweise auf Kaffee oder Edelmetalle beschränkten.
Bei Terminbörsen werden Warentermingeschäfte abgewickelt oder es wird mit Derivaten gehandelt.
Die Wertpapierbörsen beschäftigen sich ausschließlich mit dem Handeln von Aktien oder Wertpapieren, während die Devisenbörsen für den Handel mit Fremdwährungen zuständig sind.
Der Aktienindex ist eine Kennzahl für die Entwicklung bestimmter Aktienkurse. An ihm lässt sich das Wachstum ablesen.

Der deutsche Aktienindex „DAX“ gilt als der wichtigste deutsche Indizes. Er zeigt die Entwicklung der 30 größten, an der Frankfurter Wertpapierbörse gelisteten Unternehmen an. Der DAX hat sich als Leitindex für den deutschen Aktienmarkt international etabliert. Er wurde 1988 eingeführt und gilt als Nachfolger des Index der Börsenzeitung, den es seit 1959 gab. Der DAX ist eine eingetragene Marke der deutschen Börsen AG. Es gibt eine Anzahl von Auswahlkriterien, wann ein Unternehmen in den DAX aufgenommen wird. Zunächst muss es im „Prime Standard“ gelistet sein und fortlaufend in „Xetra“ (Dies ist ein elektronisches Handelssystem der deutschen Börsen AG für den Kassamarkt.) gehandelt werden. Auch muss es mindestens einen Streubesitz von 10 % aufweisen. Der Schwerpunkt des Handelsumsatzes an Aktien muss in Deutschland liegen. Die Unternehmen, die diese Grundvoraussetzungen erfüllen, werden weiterhin ausgewählt, nach dem Orderbuch-Umsatz und der Streubesitz-Marktkapitalisierung. Seine Zugehörigkeit zum DAX verliert ein Unternehmen dann, wenn es bei einem der beiden Kriterien (Marktkapitalisierung und Börsenumsatz) nicht mehr zu den 45 größten DAX-Unternehmen in Deutschlands gehört. Neu aufgenommen in den DAX kann ein Unternehmen dann werden, wenn es nach beiden Kriterien unter den 25 größten Betrieben ist. Von diesen Regeln darf in Ausnahmefällen abgewichen werden, wie beispielsweise bei angekündigten Firmenübernahmen.

Die „NASDAQ“ ist die größte elektronische Börse in den USA. Sie wurde 1971 gegründet. Zu finden ist sie in Manhattan in New York. Kontrolliert wird die Börse von der „United States Securities and Exchange Commission“. Die NASDAQ setzt sich zusammen aus dem NASDAQ-National-Market und dem NASDAQ-Small-Cap-Market. Sie betreibt Börsen in Kanada und Japan, und pflegt Verbindungen zu den Börsen in Hongkong und Europa. Mittels des „Electronic Communication Network“ ist es möglich, das mehrere Marktteilnehmer zugleich am Handel teilnehmen. Durch das 1984 eingeführte „Small Order Execution System“ wird sichergestellt, dass auch bei hohem Handelsaufkommen die Orderausführung erfolgt. Die NASDAQ handelt von 9.30 Uhr bis 16.00 Uhr New Yorker Ortszeit. Was 15.30 Uhr bis 22.00 Uhr in deutscher Zeit entspricht. Als die NASDAQ 1971 begann, war sie die erste elektronische Börse und ist sei t 1999 die größte in ganz Amerika. Nur einmal in ihrer Geschichte, und zwar am 11. September 2001, blieb die Börse geschlossen. Seit 2007 besteht ein Zusammenschluss mit der schwedischen Börse „OMX“, seither ist der offizielle Name „NASDAQ-OMX-Group“. Eine geplante Übernahme der „London-Stock-Exchange“ scheiterte im Jahr 2006.

Bedeutende Handelsplätze der Börse sind New York City, London und Singapur. Am Börsenplatz Deutschland gibt es 8 Wertpapierbörsen, eine Warenterminbörse, eine Wertpapierterminbörse und eine Devisenbörse. Die wichtigste Deutschlands ist die Frankfurter Wertpapierbörse. Dazu gehören die elektronischen Handelsplattformen „Xetra“ und „Eurex“. Die anderen 7 Wertpapierbörsen findet man in Stuttgart (Orderanteil 34%) sowie in Hamburg und Hannover. Des Weiteren: Berlin, Düsseldorf, München und Leipzig. Von den Nationalsozialisten waren die bis dahin existierenden, 21 deutschen Börsen zu wenigen großen zusammengefasst worden, während es zuvor kleinere Börsen in Städten wie Danzig, Halle an der Saale, Königsberg oder Stettin gegeben hatte.
Betreiber der Frankfurter Wertpapierbörse sind die „ Deutsche Börsen AG“ und die „Scoach Europa AG“. Die alte Börse in Frankfurt war zunächst viel zu klein gehalten, und musste schon 1843 in größere, eigene Gebäude umziehen. In den Jahren 2006 und 2007 wurde der berühmte Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse restauriert. Der Umbau fand bei laufendem Handel statt. Sie gilt als eine der größten Wertpapierbörsen der Welt. Pro Jahr setzt sie rund 3 bis 4 Billionen Euro um.

Die Börse Stuttgart AG befindet sich in der Stadtmitte, und hat eine täglich von 9.00 Uhr bis 17.30 Uhr geöffnete Besuchergalerie. Die Geschichte des Börsenplatzes Stuttgart hat bereits im Jahr 1860 begonnen. Die Börse Stuttgart ist der Haupthandelsplatz Deutschlands für derivative Wertpapiere.
Eigentümer der Berliner Börse AG ist der Verein „Berliner Wertpapierbörse e.V.“. Sie wurde bereits 1685 gegründet. Heute hat die Berliner Börse ihren Sitz im Ludwig-Erhard-Haus in Charlottenburg. Der Gesamtumsatz pro Jahr beläuft sich auf rund 80 Milliarden Euro.
72 Banken und Sparkassen sowie 15 Maklerfirmen sind als Marktteilnehmer bei der Düsseldorfer Börse tätig. Bis 2007 war sie am Handelssystem „Xetra“ beteiligt.
Die Hamburger Börse hat ebenfalls eine lange Geschichte, denn sie wurde bereits 1558 gegründet. Zu den verschiedenen Einzelbörsen, die sich hier zusammenschlossen, gehört die Hanseatische Wertpapierbörse als älteste der aktiven Wertpapierbörsen Deutschlands.
Die Börse Hannover gehört zur Börsen AG „Hamburg-Hannover“, hat aber ihren Handelsplatz Hannover behalten.
Die 1830 gegründete Börse München ist eine öffentlich-rechtliche Institution, die von der „Bayerischen Börsen AG“ betrieben wird.
Die „Tradegate Exchange“ ist eine Wertpapierbörse in Berlin. Der erste Handelstag war der 4. Januar 2010. Schließlich gibt es noch die „European Energy Exchange“ ist ein Marktplatz in Leipzig für Energie und energienahe Produkte. Betreibergesellschaft ist die „EEX-AG“ mit Sitz in Leipzig. Sie wurde 2002 gegründet.

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